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Warum braucht es Coaching?

Autor: Thomas Korompai | Sportwissenschaftler, Gründer und Geschäftsführer R1 Sportsclub, Personal Coach | www.r1-sportsclub.de

Bereits in meinen letzten beiden Blogartikeln „The Science and Art of Coaching“ und „Der Fitnesscoach – ein Change Manager“ drehte sich alles um das Thema Coaching.

Nun also der dritte Beitrag zu diesem Thema und manch einer fragt sich, ist dieses Thema wirklich so ergiebig, dass man gleich drei Mal hintereinander darüber schreiben muss? Die Antwort lautet JA!
Ich feiere kommendes Jahr mein 20 jähriges Jubiläum in der Fitnessbranche. Mit 17 Jahren begann meine „Karriere“ als Trainer in Nürnberg in einem Discount Studio (das mit der Banane). Im Laufe der vergangenen 19 Jahre habe ich verschiedenste Kunden und Situationen erlebt. Ich durfte schon in einer Reha-Einrichtung sowie als Studioleiter eines großen Fitness Centers arbeiten. Aber auch im Hochleistungssport im NLZ des 1. FC Nürnberg sowie als Chef Athletiktrainer des rumänischen Fußball Erstligisten Universitatea Craiova und von deutschen Profi Tennisspielern.

Personal Trainer im engeren Sinn des Verständnisses bin ich seit 2008, also seit 9 Jahren. Seit 2010 stehe ich dem größten Personal Trainings Unternehmen Deutschlands, dem R1 Sportsclub, vor. Das soll keine Selbstbeweihräucherung sein. Nein, ich möchte damit verdeutlichen, dass ich in all den Jahren im Umgang mit den tausenden von Menschen immer wieder mit den selben Herausforderungen konfrontiert wurde:

  • Das aufrecht Erhalten der Motivation
  • Das „Dranbleiben“
  • Die Complience
  • Die Erkenntnis, dass der Weg zu den Zielen nie linear verläuft
  • Dass das „Wie“ wesentlich entscheidender ist als das „Was“
  • Dass man immer den Menschen, statt den reinen Klienten sehen darf

Ich möchte gerade den letzten Punkt an einem konkreten Beispiel verdeutlichen.
Es war 2008. Ich war ganz frisch in München. Mein letzter Job war der Posten des Chef-Athletiktrainers eines erfolgreichen rumänischen Erstligisten. In München wollte ich den nächsten Schritt gehen, mit deutschen Profi Tennisspielern arbeiten und außerdem mein eigenes Personal Training Business aufbauen. Ich kann mit Stolz sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt einer der Wenigen war, die komplett nach den Lehren von Exos (früher Athletes´ Performance) gearbeitet haben. Functional Training war in der Fitness Welt noch lange nicht angekommen. Ich bildete mich immer weiter in diesen fachspezifischen Themen fort (Das „Was“).

Ein Schlüsselmoment war, als ich in München ein Studio besuchte. Dort gab es drei Personal Trainer. Einer (ich glaube es war der Erfolgreichste von den Dreien) hat mit wirklich JEDEM seiner zahlreichen Kunden das Gleiche gemacht. Kein Screening, kein Functional Training, nichts. Fachlich das wahrlich Schlechteste, was ich je gesehen hatte. Aber dieser Personal Trainer gab jedem seiner Kunden in jedem Moment das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Es lag Magie in der Luft. Seine Kunden hingen ihm an den Lippen. Er war unglaublich erfolgreich.

Ich im Vergleich hatte immer wieder das Feedback bekommen, ich wäre „zu fachlich“ und hatte das Gefühl, ich dringe zu manchen Menschen einfach nicht durch. Diese Termine zogen mir unglaublich Energie und ein richtig nachhaltiger Erfolg wollte sich hier auch nicht einstellen.
Das war der Moment, als ich bemerkte, dass das Fachliche als Trainer die unbedingte Grundlage bildet, es aber darüber hinaus noch so viele Skills gibt, die noch viel mächtiger sind, Menschen wahrhaft zu führen.

Also fing ich an, etwas weniger am reinen „Was“ zu arbeiten und mehr an meinem „Warum“ und danach an meinem „Wie“.
Die Arbeit an meinem eigenen Warum war wahrscheinlich das härteste Training meines ganzen Lebens.
Ich machte eine große Ausbildung zum staatlich geprüften Resilienz-Coach sowie einige Weiterbildungen im Bereich Führung, Coaching, etc.

Die große Frage, die wir uns an diesem Punkt stellen dürfen: ist das also genau DER Weg, wie ihn der vorhin von mir beschriebene Personal Trainer gegangen ist? Also super empathisch sein aber fachlich furchtbar? Nein, mit Nichten. Es bedarf definitiv Beides. Das Business, in dem wir uns bewegen ist wunderschön und gleichzeitig vom Verdienst her häufig vergleichbar mit dem oberen Management. Dafür habe ich aber auch die Verpflichtung mehr zu lernen, als lediglich eine Personal Trainer Ausbildung zu absolvieren. Das reicht nicht aus.

Eine weitere Frage ist, sollte ich mich nur auf einen Bereich (das Training) spezialisieren und für alles andere (z.B. Ernährung, Coaching, etc.) Kooperationspartner hinzuziehen? Darüber lässt sich streiten. Ich vertrete ganz klar die Meinung, dass bei einem Job, der solch hohe Gagen zulässt, die Kompetenz deutlich über das Training hinausgehen MUSS. Das alleinige Wissen über funktionelles Training rechtfertigt meiner Meinung nach bei weitem nicht das Salaire.

Und da sind wir beim Coaching angelangt. Denn alles, was ich mit dem Kunden tue, das nicht wirklich Training ist, ist Coaching, also Beratung und Begleitung.

Warum braucht es Coaching? Das liegt ganz eindeutig auf der Hand.

Es ist die einzige Chance, Menschen dauerhaft zu Veränderungen ihrer Gewohnheiten zu verhelfen. 

Und das ist IMMER der Weg zum Erfolg.

Was sollte denn die große Vision eines Personal Coaching und eines Personal Trainings sein? Was ist also unser „Warum“ im Job?

Diese Frage darfst Du Dir selber beantworten. Ich teile aber gerne mit Dir mein persönliches „Warum“, was gleichzeitig auch die höchste Vision unseres Kernprodukts in der R1 Sportsclub Unternehmensgruppe ist:
Mein „Warum“ ist nicht, dass ich jedem Kunden maximale Fitness verpassen will. Mein „Warum“ ist, ich möchte bei jedem meiner Kunden ganzheitlich systemische Gesundheit und eine erfüllte Zufriedenheit erreichen.

Und dafür braucht es immer einen Change Prozess der Gewohnheiten. Damit das gut funktionieren kann, braucht es wiederum ein Erkennen der Werte, der Motive. Ein Überprüfen und eventuelles Umprogrammieren der eigenen Glaubenssätze, usw.

Was ist Dein „Warum“? Wenn Du es weißt, schreibe es doch bitte unten in das Kommentar Feld! Ich bin gespannt.

Zu einem wahrhaft guten Personal Coach gehören meiner Meinung nach folgende Kompetenzen:

  • Das klare Finden und Definieren des eigenen „Warum“
  • 100%ige Fachkompetenz im Bereich funktionelles Training (Brücke zwischen Therapie und Training) als Fundament
  • Fachkompetenz im Bereich Ernährung (auch Blutparameter werden immer wichtiger)
  • Fachkompetenz im Bereich Mindset, Resilienz und Antifragilität
  • Fachkompetenz im Bereich der Regeneration (der Bereich Biohacking wird uns Coaches dabei noch sehr helfen)
  • 100%ige Kompetenz im Bereich Coaching (Führen von Menschen): dazu gehören Präsentation, Kommunikation, Motivation und Empathie, Empathie und Empathie

In diesem Sinne möchte ich Dich ermutigen und dazu einladen, Deinen Weg Stück für Stück behutsam zu gehen. Es ist ein weiter Weg, diese sämtlichen Attribute zu erlernen. Stecke Dir Etappenziele. Integriere die neu gelernten Kompetenzen in ein schlüssiges Konzept. Das Wichtigste zum Schluss: sei kein reiner Theoretiker! Setze neu gelernte Inhalte direkt beim Kunden um – Komm ins Handeln, denn es geschieht nichts Gutes, außer man tut es!

Mein Coaching Konzept, das auch für mich persönlich mein eigener Kompass im Leben ist.



Euer
Thomas Korompai

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Zum Autor:
Der Sportwissenschaftler, Personal Coach und Speaker ist zusammen mit seinem Geschäftspartner Marko Rajkovic Gründer und Geschäftsführer der R1 Sportsclub Unternehmensgruppe.Der R1 Sportsclub ist der Marktführer im Bereich Personal Training in Deutschland und hat seinen Hauptsitz im Herzen Münchens. Thomas ist hauptsächlich in Firmen unterwegs und hält neben Impulsvorträgen lebensverändernde Seminare und Workshops für Führungskräfte rund um das Thema „Der Athlet des Lebens“, ein holistisches Konzept rund um das Thema Gesundheit und resilienter, vitaler Lebensführung. Laut „Trainer-Magazin“ ist er einer der bekanntesten Personal Trainer Deutschlands. Fit for Fun sagt, er ist einer der Top-Coaches und der Experte im Bereich des funktionellen Trainings im deutschen Raum.