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Top 10 Tools für Personal Trainer

Autor: Stefan Liebezeit | Munich Personal Training Lounge http://www.munich-pt-lounge.de/

Immer wieder werde ich von etablierten Coaches oder Existenzgründern gefragt, welches aus meiner Sicht die besten Tools im Bereich Personal Training sind. Dies ist natürlich eine sehr subjektive Einschätzung, da jeder PT eigne Vorlieben hat und es viele Bereiche (Reha & Prävention, Athletiktraining, Gewichtsreduktion, Rückbildung) im 1:1 Trainings gibt.

Jedoch gibt es einige Tools die ich aufgrund verschiedener Merkmale für quasi unverzichtbar halte. Zu diesen Merkmalen zählen:

1) Kosten-Nutzen-Verhältnis
2) Breites Anwendungsfeld
3) Ortsunabhängigkeit bzw. leicht zu transportieren
4) Hohe Materialqualität - Lebensdauer

Basierend auf diesen Merkmalen soll deutlich werden, dass es nicht lohnt sich als PT eine Kraftmaschine wie z.B. eine Beinpresse zuzulegen. Diese kann nur für eine oder wenige Übungen genutzt werden, sie kostet mehrere tausend Euro und ist durch Gewicht und Größe ortsgebunden. Oder hat jemand von euch schon mal versucht sich eine Beinpresse unter den Arm zu klemmen um mit seinen Kunden im Park zu trainieren?

Hier also meine Top 10 der für mich essentiellen Tools im Personal Training. Ich habe diese noch in Kategorien unterteilt um deren Einsatzmöglichkeiten besser darzustellen.

Kategorie: Gewebequalität (Schaffung von Mobilität und Flexibilität)

TOOL 1: FOAM ROLLER

Der Foam Roller ist für mich ein definitives must-have im Bereich Gewebearbeit. Es handelt sich meist um Kunststoffrollen mit einem Durchmesser von 12-15 cm in verschiedenen Längen. Ich bevorzuge Rollen mit einer Länge von mehr als 30 cm, da die größere Fläche gerade beim Bearbeiten des oberen Rückens angenehmer ist. Es gibt unterschiedlichen Modelle und unterschiedliche Härtegrade. Optimal wäre mehrere unterschiedliche Foam Roller einzusetzen. Wer sich auf einen festlegen möchte, sollte nicht unbedingt die härtesten Modelle wählen.

TOOL 2: MASSAGEBÄLLE

Ein Massageball stellt die optimale Ergänzung zum Foam Roller dar. Mit den kleineren Bällen kann punktueller und damit gezielter sowie intensiver gearbeitet werden. Ursprünglich wurden hier oft reguläre Tennisbälle verwendet. Da diese oft zu weich sind und schnell ihre Form verlieren würde ich zu professionellen „Faszien-Bällen“ oder LaCross Bällen raten.

TOOL 3: MASSAGE STICK

Ein Massage Stick hat den Vorteil, dass ich damit als Personal Trainier im Gegensatz zum Foam Roller direktes Feedback vom Gewebe erhalte und so mehr Gefühl für besonders betroffene Körperstellen bekomme. Zudem haben Kunden mit Schulter- oder Handgelenkproblemen häufig Schmerzen beim Stützen um den Foam Roller zu nutzen. Hier kann ich mit dem Stick unterstützen.

TOOL 4: IASTM (Instrument Assisted Soft Tissue Mobilization) - Tool zur manuellen Behandlung des Gewebes 

Die Wiederentdeckung bzw. der Newcomer in diesem Bereich. Sie runden das Portfolio der Gewebe-Tools ab. Gerade der Einsatz in schwer zugänglichen Bereichen wie der Frontline oder dem Schulter-Nacken-Bereich macht dieses Tool zu einem der weiteren must-have. Auch hier hat der Personal Trainer durch den händischen Einsatz wieder ein direktes Feedback der bearbeiteten Struktur.

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Kategorie: Aktivierung und Warm Up

TOOL 5: MINIBANDS

Die kleinen Gummibänder sind in Sachen Einsatzspektrum sowie Größe-Gewicht kaum zu schlagen. Es gibt Sie in unterschiedlichen Stärken, so lassen sich die Minibands optimal für die Erhöhung des Widerstandes von beliebigen Übungen einsetzen. Durch ihre Breite sitzen sie gut und schneiden nicht in die Haut ein. Eine der klassischen Übungen ist der Lateral-Walk zur Aktivierung der Hüftmuskulatur und zum Warm Up.

TOOL 6: AGILITY LADDER

Diese „Bodenleitern“ gibt es in verschiedenen Ausführungen. Mein Favorit sind die Varianten mit verstellbaren Sprossen und alternativen Indoor- und Outdoor- Befestigungen (Saugnäpfe, Heringe). Die Leiter sollte mindestens 8 Sprossen haben bzw. eine Länge von ca. 4 m oder mehr. In der Regel lassen sie sich leicht auf- und abbauen und werden mit einer kleinen Tasche zum Transport geliefert. Der Vorteil der Leitern ist ein spielerisches Warm Up mit hohem koordinativem Anspruch. Hierdurch erfolgt sowohl eine physische als auch psychische Vorbereitung auf das Training.

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Kategorie: Hauptteil – Performance

TOOL 7: SUSPENSION TRAINER

Für mich die „Eierlegende-Woll-Milch-Sau“! Kaum ein anderes Gerät bietet so vielfältige Einsatzmöglichkeiten wie der Suspension Trainers. Seine Vorteil: ein instabiles System zum Training von Koordination und Balance und gleichzeitig so stabil, dass man effizient an Kraft & Explosivität arbeiten kann. Außerdem kann der gesamte Körper in allen Bewegungsmustern von jedem Leistungslevel (Anfänger, Fortgeschritten, Profi) trainiert werden.

TOOL 8: KETTLEBELL

Ein Tool welches man definitiv mit Respekt behandeln sollte. Die Eisenkugel wird normalerweise für spezielle KB Techniken wie den Swings und Get Ups eingesetzt. Dies sind geniale Übungen mit einem hohen technischen Anspruch und genau aus diesem Grund auch sehr anspruchsvoll. Die KB dienen hervorragend als Zusatzgewicht bei Kniebeugen (Goblet Squat) oder finden bei korrigierenden Übungen ihren Einsatz. Aufgrund des - meiner Meinung nach - besseren Handlings würde ich die klassischen, russischen KB empfehlen, anstatt der moderneren Competition Kettlebells.

TOOL 9: SOFT MEDIZINBALL

Die großen Soft Medizinbälle, sind eine spezielle Art von Medizinbällen. Sie haben insgesamt einen größeren Durchmesser und sind weicher als andere MB. Dadurch lassen sie sich zum einen besser Fangen und zum anderen wird das Verletzungsrisiko reduziert. Mit dem speziellen Partnerbasierten Trainingssystem welches vor allem auf Explosivität und Geschwindigkeit ausgelegt ist, können alle 10 Physical Skills trainiert werden. Dies macht den großen Soft MB zum absoluten Allrounder.

TOOL 10: SLIDE PADS

Die kleinen Kunststoff Pads gibt es in verschiedenen Varianten um sie entweder auf glatten Oberflächen (Fliesen, Parket) oder unebenen Oberflächen (Teppich, Kunstrasen) einzusetzen. Es gibt auch Sets, die beides können. Die Pads arbeiten mit Reibung als Widerstand, indem ich sie unter Händen oder Füßen verwende. Gerade durch diese Art des „Gleit-Trainings“ ergeben sich viele neue und zum Teil sehr gelenkschonende Übungen im Personal Training.

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Für welche der genannten Tools ihr euch am Ende entscheidet ist euch überlassen. Die Liste kann natürlich
auch noch beliebig ergänzt werden.

Wer allerdings ein ganzheitliches Training anbieten und dabei auch noch ortsunabhängig sein möchte, kommt an diesen 10 Tools als Grundausstattung nicht vorbei.