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  • Was hat Entgiftung & Darmreinigung mit Bewegung und Sport im Alltag zu tun?

    // Autor: Eri Trostl // Dipl. Ernährungsberaterin Dipl. Mentalcoach // www.bewegungsdimension.de //

     

    Diese und ähnliche Fragen werden immer häufiger diskutiert und öffentlich besprochen. Ein interessantes und relevantes Thema. Genau passend, sich das hier auch genauer anzuschauen und darüber zu sprechen!

    Die kurze Antwort: Weil es Sinn macht und gesund ist und eine gesunde Darmflora und Darmsystem in jeglichen Lebensbereichen unterstützend wirkt.

    Hierzu gehört sich in erster Linie gesund zu ernähren. Und warum gesund ernähren?

    Du bist was du isst! Ein bekannter Satz. Viel Glauben wird ihm aber meist nicht geschenkt. Die Vorstellung, dass die Ernährung eine Ursache für Erkrankungen sei, für Einschränkungen im ganzen Darmbereich und damit weiterführend für das ganze Immunsystem und somit dem eigenen Wohlbefinden, ist oft sehr schwierig.

    Warum? Um diesen eigentlich so einfachen Satz wirklich zu verstehen, solltest Du erstmal begreifen, aus was Du grundsätzlich bestehst- also das „bist“ in dem o. g. Satz.

    Grundsätzlich besteht ein Mensch nur aus Zellen.

    Zum Beispiel: Muskel-, Haut-, Haar-, Nerven-, Immun-, Hormon-, Magenzellen usw. Es gibt davon ca. 100 Billionen in einem einzigen Körper. Zellen steuern alles in einem Organismus, sie sind der Grund, warum wir leben.

    Ein bildhafter Vergleich wird Dir helfen zu begreifen, wie des Körpers kleinste aber einzige Einheit funktioniert.

    Stell Dir ein Aquarium mit Fischen vor. Die Fische sind Deine Zellen.

    Das Wasser ist die Flüssigkeit, in der sich Zellen befinden.

    Das Geniale ist, Du bist Dein eigener Besitzer! Und Du entscheidest. Über alles!

    „Fische“ brauchen zum Überleben neben sauberem Wasser, gesundes und ausreichend frisches Futter - Ihre Nahrung - ein paar Artgenossen - Ihr Umfeld -, ein sauberes Aquarium - Ihre Umwelt - und im Aquarium Filter und Pumpen - Ihre Organe - die funktionieren. Außerdem brauchen Sie Liebe und Zuwendung (Selbstwert).

    Überlege Dir einmal ehrlich, wie hoch Deine Zellqualität ist und wie hoch die Qualität Deiner Nahrung ist. Entscheide, wie sich Deine Zellen und Du Dich damit fühlen wirst! Denn wir sind alle einfach nur Zellen.

    Nicht vergessen: Das Wasser kann einen Fisch umbringen. Zu wenig oder schlechte Qualität würde massive Schäden hinterlassen. Also achte darauf, wo Deine Zellen „schwimmen“. Achte darauf, wie viel und was Du trinkst (darüber sprechen wir noch ausführlich).

    Und warum empfiehlt es sich nun für Dich, zu entgiften und reinigen?

    Wir leben heutzutage in einer Zeit, die uns jeden Tag mehr schadet als guttut. Vieles unbewusst, aber ein Großteil auch bewusst von uns selbst gesteuert und durch Gesellschaft, Umfeld, Medien, „dem einfach Mitschwimmen“, Leistungsdruck, viel an Stress und natürlich dem, was wir täglich an Energie in Form von Essen und Trinken zu uns führen. Wir Menschen zerstören uns gnadenlos selbst. Da dies oft ein schleichender und unbewusster Prozess ist, fällt uns das nicht immer gleich auf. Oft erst, wenn die „Alarmzeichen“ größer werden und die ersten Wehwehchen und Mangelzeichen sich zeigen.

    So als würden die Fische im Aquarium, ihr Aquarium und sich selbst beschädigen.

    Es sind extreme Belastungen für die Menschheit entstanden, wie z. B. schlechte Lebensmittelqualität (Discounter, Fast Food, Süßigkeiten), Abgase und Rauch, viel negativer Stress, zu wenig oder einseitige Bewegung (vor allem in der Natur) und natürlich Dinge wie Rauchen, Drogen, Industriezucker, chemische Medikamentensucht und Alkohol.

    Diese Entwicklung ist wirklich erschreckend. Wir sind und werden zunehmend Opfer unserer selbst. Oder unseres zu großen, unbewussten Verhaltens. Dazu kommt, dass sich die Krankheiten geändert haben. Vor 100/200 Jahren kämpften die Menschen noch mit Pest oder Windpocken. Die Menschen mussten qualvoll die Krankheiten überstehen oder sterben. Es lag meist nicht in derer eigener Hand! Sie mussten. Die Fische wurden getötet.

    Heutzutage haben wir Krankheiten wie Diabetes Typ II (Zuckerkrankheit), Herz- – Leber- – Nieren-Versagen, wie z.B. Herzinfarkte nach Arteriosklerose (verstopftes Herzgefäß durch Ernährung), Alkohol- und Drogentote, Depressionen mit zunehmenden Suizidfällen usw.

    Vergleiche nochmal die Fische die getötet wurden bzw. die sich selbst zerstört haben.

    Und jetzt fange an zu verstehen: Unsere Welt ist keine bessere oder schlechtere als vor 200 Jahren, aber sie hat sich geändert und deshalb sollten wir Menschen uns mitverändern. Wir sollten uns anpassen und unseren Körper vor schlechten Einflüssen schützen. Doch wir können unsere „Fische“ nicht vor allem schützen und auch nicht „lebenslang“ vor der Dosis, die wie gesagt täglich zunimmt. Sprich, ein Tag mit Abgasen, die wir einatmen oder zu viel negativer Stress im Alltag oder die unbewusste, versteckte Zuckerfalle in vielen Nahrungsmitteln, wäre nicht schlimm. Aber jeden Tag, 70-100 Jahre lang – ist katastrophal!

    Die Dosis und die Dauer machen das Gift. Wir Menschen sind zu lange und zu vielen Stressoren ausgesetzt, die wir größtenteils gar nicht umgehen können. Deswegen ist es sogar notwendig, Dein System immer wieder und regelmäßig von diesen Stressoren zu befreien - auf „Null“ zu bringen. Das ist ähnlich wie bei einem Laptop, das voller geöffneter Programme, Viren und zu vielen Daten ist.

    Dieses wird und soll auch regelmäßig von Dir „bereinigt“ werden. Wenn es ganz schlimm ist auf der Festplatte, wird diese auch mal komplett gelehrt und die Programme neu aufgespielt (alles natürlich mit entsprechender vorheriger Sicherung). Und genau so ist es mit Deinem Körper und Darmsystem. Es ist meiner persönlichen Meinung und jahrelanger Erfahrung unumgänglich, dieses regelmäßig zu reinigen, zu „sanieren“ und dann wieder neu zu programmieren und aufzubauen.

    Dabei lernen Deine Magen- und Darmzellen wieder, anders und „besser“ zu arbeiten und können sich erholen vom alltäglichen Stress und „Abfall“, den wir zu uns nehmen und die Umwelt auf uns herab lässt.

    Wie fährst Du diese Systeme wieder auf null? Die Antwort ist schön: Durch Deine eigene Entscheidung, wie z. B. sich regelmäßig zu entgiften, zu entschlacken, zu entsäuern und zu reinigen. Und dazu konsequente Bewegungs-/Entspannungsphasen im Alltag, gekoppelt mit einer täglichen, gesunden, natürlichen, vitalstoffreichen Nahrungsmittelaufnahme.

    Du kannst frei entscheiden, wie Du leben willst und wie Du zu Deinem Körper bist. Du wirst  irgendwann entscheiden müssen. Denn nichts zu tun, nicht vorzusorgen, sich gut um Dich zu kümmern, auf Dich zu achten, ist auch eine Entscheidung! Gegen Deine Gesundheit!

    Ich selbst z. B. mache diese „Entgiftungsphase“ seit 11 Jahren mind. 1 x im Jahr für 5-6 Wochen ganz konsequent im Januar/Februar, direkt beginnend mit dem neuen Jahr. Das ist meine persönliche Vorsorge-Zeit im Jahr, neben den regelmäßigen Bewegungseinheiten und meiner natürlichen, gesunden Lebensform und Energiezufuhr während des übrigen Jahres.

    Warum mache ich für mich diese „Entbehrungszeit“? Die ich übrigens an keinem Tag als Entbehrung oder Verzicht sehe. Genau: WEIL ICH ES MIR WERT BIN. Jeden Tag!

    Und genauso solltest oder kannst auch Du es Dir wert sein, Dich gut zu versorgen und auf Dein System zu achten. Denn niemand anderes tut das für Dich. Kein Arzt, kein Heilpraktiker, kein Partner, kein Chef, keine automatische Pille oder standardisiertes Programm. NUR DU SELBST!

    Wie funktioniert nun der Magen-Darm-Trakt?

    Um Nahrung und Trinken weiter aufnehmen zu können, benötigst Du Deinen Magen und Darm. Beide zerkleinern die Nahrung mechanisch aber auch chemisch durch bestimmte Zellen.

    Das Problem ist, dass Magen und Darm dadurch ständig und direkt in Kontakt mit Deiner Umwelt/Umfeld stehen.

    Die Natur hat sich etwas Brillantes einfallen lassen. Sie gab dem Magen Zellen, die sauren desinfizierenden Magensaft produzieren.

    Neben dem Magensaft und dem Speichel (ebenfalls desinfizierend) gibt es im Darm weitere Sicherheitsvorkehrungen. Zum Beispiel befinden sich Immunsystemzellen im Darm, welche schon im Darm die eventuellen Krankheitserreger bekämpfen.

    Doch wie bei schlechter Wartung einer Waschmaschine, kannst Du dies nur eine bestimmte Zeit schützen. Oft merken die Besitzer nicht, wie kaputt Ihre Maschine ist, bis eine riesige Pfütze sichtbar ist und nichts mehr funktioniert.

    So ist es bei unserem Magen und Darm auch. Sehr lange Zeit funktioniert alles. Du merkst nicht einmal, wie viel und intensiv diese Bereiche arbeiten. Doch setzen diese Bereiche Stressoren aus, werden die Zellen es irgendwann nicht mehr kompensieren können.

    Das Problem: Du wirst in vielen Momenten Dingen ausgesetzt, die unsere Zellen im Magen-Darm-Bereich sehr stressen. Nur merkst Du es nicht oft, bis es ein massives Problem gibt!

    Wenn Du zum Beispiel Nikotin regelmäßig zuführst, wirkt sich dies auch auf Deinen Magen-Darmbereich aus.

    Durch die Anregung des Parasympathikus kommt es zu einer Steigerung der Magensaftproduktion sowie einer verstärkten Darmtätigkeit und damit zur Anregung der Verdauung.

    Die Aktivierung des Sympathikus führt zu einer Steigerung der Herzfrequenz und dem gesteigerten Abbau von Fetten. Dadurch wird auch die zu sich genommene Nahrung schneller verstoffwechselt.

    Auch hier wieder, die Dosis macht das Gift. Rauchst nur eine Zigarette in Deinem Leben: kein Problem für Deinen Körper. Jeden Tag über Jahre hat zur Folge, dass die Magenzellen zu viel an Magensäure produzieren und damit Deinem Magen massiv schaden.

    Außerdem „überanstrengen“ sich die Darmzellen, denn auch diese können ermüden. Und die Nahrung wird nicht mehr kontrolliert aufgespalten und somit nicht zu 100 % verwertet, was katastrophal ist für alle Körperzellen.

    Das parasympathische System („Stresssystem“ des Körpers) arbeitet auch bei allen negativen dauerhaften Stressfaktoren. Auch hier kommt es allein durch übertriebenen Stress zu massiven Schäden im Verdauungsapparat durch Steigerung der Säureproduktion und Veränderung der Tätigkeiten der Zellen.

    Die Beispiele durch die Deine Magen-Darmzellen im Laufe der Zeit geschädigt werden, sind unendlich lang. Oft kommt es durch zu viel Ungünstiges zu einer Schädigung. Menschen sind gestresst, rauchen und trinken ab und an Alkohol, manchmal deutlich zu viel und zu oft Alkohol, essen unregelmäßig, essen „ungesund“, trinken zu wenig reines Wasser/Tee, bewegen sich zu wenig oder auch mal zu viel usw.

    Dies ist kein Vorwurf oder Kritik. Das ist leider die bittere Wahrheit, die zunehmend mehr bei den Menschen in den letzten Jahren zum Vorschein kommt. Wir leben, wie wir leben und oft so gut wie wir können. Die meisten wollen natürlich nicht krank sein. Fange somit an zu realisieren, dass nur Du selbst etwas für Deine Gesundheit – Dein NICHT-Kranksein tun kannst! Ändere die Umstände, Deine Lebens-/Alltagsgewohnheiten, wo Du nur kannst, zeitnah, und gib Deinen Zellen die Chance, sich zu erholen und zu regenerieren. Und regelmäßiges Entgiften, Entsäuern, Reinigen, Sanieren hilft hier enorm!

    Gerne unterstützen wir Dich hierbei.

    Unser alljährliches und vielfach erprobtes DETOXINATION – Entgiftungsprogramm zeigt Dir wie es leicht und richtig funktioniert und Du für das neue Jahr bestens vorsorgst – für Dich vorsorgst!

    Alle ausführlichen Infos dazu findest Du hier:

    Unsere alljährliche DETOXINATION: https://www.bewegungsdimension.de/coaching-training/detoxination-2017-die-4-wochen-erfolgs-challenge.html

    „SEI DU ES DIR WERT – gesund, fit und vital zu sein! Denn, DU BIST WAS DU ISST!“

    Herzliche Grüße

    Eri Trostl

    Expertin für Bewegung und Haltung

    Dipl. Ernährungsberaterin

    Dipl. Mentalcoach

    www.bewegungsdimension.de

    info@bewegungsdimension.de

    Herbstliches BEWEGUNGSDIMENSION Rezept: https://www.bewegungsdimension.de/wp-content/uploads/2014/09/BD_Rezept_Kuerbis_Kokos_Ingwer_Suppe.pdf

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    INFOKASTEN:

    Mögliche und zunehmende Stressoren sind:

    • (emotionaler) negativer konstanter Stress

    ->Nervensystemreaktionen führen zur Minderung des gesamten Verdauungsvorgangs und dadurch irgendwann zu einer Änderung der Zellfunktionen

    • Umwelt mit Abgasen, Rauch, Elektro-Smog usw.

    ->über die Atemwege eng verbunden mit allen Zellen im Körper

    • konstante Toxin-Einnahme wie Medikamenteneinnahme, Alkohol, Drogen etc.

    ->schädigen die Zellen direkt

    • Nahrung die:
    • unausgeglichen ist an Makronährstoffen-Mikronährstoffen oder mit Schadstoffen
    1. B. Pommes Frites = zu viel Transfettsäuren, Geschmacksverstärker uvm.
    • unregelmäßig zu sich genommen wird
    1. B. nur einmal am Tag, dafür aber in zu großer Menge
    • Obst und Gemüse, welches geschützt wurde von Pestiziden
    • Fleisch mit Medikamentenbelastung (oft bei Massentierhaltung)
    • Schlechte Körperhaltung und ungenügend Alltagsbewegung/Sport:

    -> Magen und Darm müssen sich frei und gut bewegen können bei der Verdauung!

  • Die neuronale Hierarchie

     

    Autor: Andreas Könings / Sportökonom (FH), Personal Trainer und Neuro-Athletik Trainer (Z-Health) / www.intelligent-personal-training.de

    Die Ziele in der Gesundheits- und Fitnesswelt sind vielfältig. Sie reichen von besserem Aussehen über verbesserte Leistungsfähigkeit bis hin zur Schmerzreduktion. Auch die dazu eingeschlagenen Wege können unterschiedlicher nicht sein. Eins sollten alle aber gemeinsam habe: jeder Arzt, Therapeut oder Trainer möchte das Optimum (100%) für seinen Kunden/Patienten erreichen.

    Doch was ist das Optimum? Wie setzt es sich zusammen?

    Schauen wir uns dazu vorab an, was zu einer verminderten Leistungsfähigkeit oder zu Schmerzen führen kann.
    Zu Anfang müssen wir verstehen, dass sowohl Leistung (egal ob geistig oder körperlich) wie auch Schmerzen ein „Output“ Ereignis sind. Dies bedeutet, dass in letzter Instanz unser Nervensystem darüber entscheidet, wie leistungsfähig wir sind oder wie viel Schmerz wir verspüren. Dabei interessiert es unser Gehirn jedoch nicht, ob wir eine Sekunde schneller laufen, einen Zentimeter höher springen oder einen Liegestütz mehr
    schaffen. Unser Gehirn ist einzig und allein an unserem Überleben interessiert. Dazu wird jede Situation danach beurteilt, ob sie potenziell gefährlich ist oder nicht. Unser Nervensystem ist konstant damit beschäftigt, unseren Körper und unsere Umwelt auf Anzeichen möglicher Gefahren oder Bedrohungen hin zu überprüfen.

    Wie geschieht dies?

    Unser Nervensystem nutzt primär drei verschiedene Systeme zur Orientierung in der Umwelt:

    1. Das visuelle System
    2. Das vestibuläre System (Gleichgewicht)
    3. Das propriozeptive System

    Alle Drei sind ungemein wichtig und erfüllen eine einzigartige Rolle. Jedes dieser Systeme ist eine Fähigkeit. Wird eins oder mehr der Systeme nicht regelmäßig trainiert, wird es sich mit der Zeit verschlechtern (use it or lose it – Prinzip). Man könnte nun davon ausgehen, dass alle drei Systeme gleichbedeutend in ihrer
    Wichtigkeit sind. Es zeigt sich jedoch, dass unser Nervensystem eine grundlegende Hierarchie innerhalb dieser Systeme anlegt. Dabei orientiert es sich an dem zuvor beschriebenen Gedanken des Überlebens. Einfach ausgedrückt: unser Gehirn priorisiert die Informationen, die ihm am schnellsten Auskunft über mögliche Bedrohungen in unserer Umwelt liefern. Dies gilt sowohl für interne (z.B. eine Verletzung) als auch
    externe (z.B. den großen Hund auf der anderen Straßenseite) Bedrohungen.

    Mathematisch ausgedrückt bedeutet dies:

    Visuelles System = 40%
    Vestibuläres System = 35 %
    Propriozeptives System = 25%

    Diese Zahlen sind nur grobe Richtwerte und können leicht variieren. Die Reihenfolge bleibt jedoch unverändert.
    Sind alle drei Systeme voll funktionsfähig und frei von jeglicher Einschränkung, erreichen wir 100%. In diesem Fall können wir unsere volle Leistungsfähigkeit abrufen, sind frei von Schmerzen etc.

    Betrachten wir nun einen typischen Kunden.
    Dieser Klient hat Probleme mit den Augen und trägt eine Brille. Zusätzlich liegt eine Störung des Gleichgewichts auf Grund eines vergangenen Autounfalls vor. In der Vergangenheit hatte er bereits Rücken-, Knie- und Nackenverletzungen.

    All dies führt zur Veränderung seiner Werte:

    Visuelles System = 30%
    Vestibuläres System = 28%
    Propriozeptives System = 15%

    (Die Werte sind nur als fiktives Beispiel zu verstehen.)

    Die beschriebene Person liegt bei nur noch 73% ihrer „Funktionsfähigkeit“. Hieraus ergibt sich eine Beeinträchtigung des Leistungsvermögens sowie mögliche Schmerzproblematiken.

    Das Problem in der Gesundheits- und Fitnesswelt liegt nun darin, dass sich die meisten Trainer ausschließlich auf das propriozeptive System konzentrieren. Nehmen wir in unserem Fall nun an, wir finden den besten (propriozeptiven) Trainer. Dieser führt unseren Klienten durch ein perfektes, funktionelles Training. Zusätzlich gehen wir davon aus, der Kunde reagiert optimal auf das Training und das propriozeptive System wird wieder völlig hergestellt. Dies ist allerdings unwahrscheinlich, da alle drei Systeme integriert werden müssen. Aber bleiben wir mal nur bei der Theorie.

    Schauen wir uns das Beispiel nach dieser Trainingsmethode rechnerisch an:

    Visuelles System = 30%
    Vestibuläres System = 28%
    Propriozeptives System = 25%

    Nun liegt unser Kunde addiert bei 83% seiner Leistungsfähigkeit. Er ist immer noch nicht bei seinem Optimum angekommen. Die Schmerzen haben sich zwar reduziert, sind aber noch vorhanden und auch seine Leistung ist weiterhin beeinträchtigt. Beides kann dazu führen, dass er in der nächsten Zeit noch mehr und/oder härter trainieren wird. Da sein propriozeptives System schon bei seiner vollen Funktionsfähigkeit (in unserem Fall
    25%) angekommen ist, wird er sich nicht mehr wirklich verbessern. Egal wie viel oder hart diese Person trainiert.

    Um also das Optimum für unsere Kunden zu erreichen, ist es unerlässlich sich mit allen drei bestimmenden Systemen zu beschäftigen. Diese müssen auf ihre Funktion hin überprüft und ggf. trainiert werden. Nur so wäre es für unseren Kunden überhaupt möglich, wieder seine 100% zu erreichen.

    Dein Andreas

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    Zum Autor:
    Als studierter Sportökonom (FH), Personal Trainer sowie Neuro-Athletik Trainer ist er Gründer und Inhaber von Intelligent Personal Training. Intelligent Personal Training ist eine auf den Grundlagen des funktionellen Trainings und der Neurowissenschaften aufgebaute Trainingsphilosophie im Raum Köln/Bonn. Andreas ist ein Experte im neurowissenschaftlich basierten Performance Training getreu dem Motto „NO BRAIN – NO GAIN“.

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