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Master the Basics oder was im Dunkeln passiert

Autor: Stefan Liebezeit | Munich Personal Training Lounge http://www.munich-pt-lounge.de/

In diesem Beitrag möchte ich vor allem darauf eingehen was wirklich im Trainingsprozeß passiert und wie Ergebnisse letztendlich zu Stande kommen.

Viele Klienten oder Trainer sehen immer nur das Endergebnis, dies können schweißtreibende Höchstleistungen im Training sein wie schweres Gewichtheben, komplexe Übungen wie Muscle-Ups oder Tabatas. Am Ende dann Traumkörper oder Weltrekorde der Profisportler. Aber dies sind nur die Dinge die „im Licht“ passieren und meist den kleinsten Teil des Aufwandes darstellen. Aber was entscheidend für all diese Ergebnisse ist, ist was „im Dunkeln“ passiert. Und das sind unzählige Stunden, Wochen und Monate mit akribischer Arbeit und Hingabe an den Details und Basics.

Genau dies will ich in diesem Beitrag klar machen, auch im Training bekommst du nichts geschenkt und niemand sollte erwarten mit 1 – 2 Stunden planlosem Training auch nur ansatzweise etwas zu erreichen. Um sich wirklich zu entwickeln und um Höchstleistungen zu erbringen braucht es die Grundlagen welche meistens keinen Spaß machen und unendlich viel Zeit in Anspruch nehmen.

Speziell im Training liegt hier für mich das größte Problem in der Darstellung durch die Medien, der Trainer und der schlichten Unwissenheit der „Freizeit-Athleten“. Sehr viele Trainerkollegen geben sich mit kurzen oder gar keinem Warm-Up zufrieden und beginnen quasi direkt mit einer Belastung im Hauptteil. Wenn dann ein Warm-Up gemacht wird, schaut dies meist so aus: „Einfach kurz 5-10 Minuten aufs Laufband, Fahrrad oder den Cross-Trainer!“

Dies ist für mich aber kein Warm-Up sondern Performance. Warum? Ganz einfach. In dem Moment, in dem du deinen Klienten direkt eine dieser Übungen machen lässt, führt er komplexe Bewegungen aus. Dabei ist das Laufen auf dem Laufband die mit Abstand komplexeste. Wir brauchen Jahre der Entwicklung um unser Lauf-Muster zu entwickeln und am Ende besteht diese Bewegung aus einem komplizierten Zusammenspiel von Mobilität, Stabilität, Ansteuerung, Koordination und einer Herz-Kreislauf-Belastung. Seltsamerweise muten wir dieses „von 0 auf 100“ nur unserem Körper zu. Bei den meisten Dingen im Alltag schaut dies anders aus.

Nehmen wir unser Auto. Nach dem es beispielsweise längere Zeit in der Garage stand oder bevor es in die Sommer- bzw. Wintersaison geht, würde doch niemand sofort aus der Garage auf die Autobahnfahren fahren, um dort auf Maximalgeschwindigkeit zu beschleunigen. Die Realität ist, dass wir erst Ölstand, Reifendruck und Co. überprüfen und diese dann mit dem besten Öl wieder auf Niveau zu bringen. Zusätzlich folgen dann noch jährliche Durchsichten und der obligatorische TÜV aller zwei Jahre.
Und all dieser Zeit- und Geldaufwand für etwas was wir vielleicht nur ein paar Jahre nutzen und dann wieder abgeben.

Aber unser Körper, welchen wir nicht einfach wechseln können und in dem wir unser ganzes Leben verbringen bekommt oft nicht ansatzweise diese Aufmerksamkeit und Pflege.
Diese Pflege und Wartung sind im Endeffekt Training, Ernährung und Regeneration. Im Training besteht die Wartung und Pflege vor allem in der richtigen Vorbereitung auf die Bewegung: Das Warm-Up. Jedoch meine ich mit Warm-Up nicht die oben angesprochenen veralteten herangehensweisen, sondern eine moderne und komplexe Strategie.

Bevor ich also mit der eigentlichen Performance (10 Physical Skills und sportartspezifische Skills) beginne, starte ich mit der Vorbereitung auf diese und hier steht für mich unter anderem die Vorbereitung auf die Bewegung ohne Belastung (Load) im Vordergrund.

Somit besteht der Kern meines Warm-Ups auf der Verbesserung der Qualität von Bindegewebe, Muskeln und Gelenken, von Mobilität und Stabilität, der Ansteuerung, der physischen und psychischen Aktivierung und der Bewegungsqualität.

Wie man dies praktisch umsetzt und wie ein modernes Warm-Up aussehen könnte erfahrt ihr im zweiten Teil meines Beitrages.

Euer Stefan