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Faszienrolle trifft Vibration oder Warum eine Faszienrolle zur Flugverspätung führt?

Autor: Oliver Derigs | Medical Director Rocktape GER/AT, Physiotherapeut, Personal Trainer

Der Einsatz von Faszienrollen in Fitnessstudios, Therapieeinrichtungen und Zuhause ist heutzutage ein normales Bild. Die Zeiten als man mit seiner Rolle unter dem Arm noch als Exot galt sind vorbei.

Etliche Studien befassen sich mit der Wirkweise und den daraus resultierenden Effekten. Man muss zugeben, welche Wirkmechanismen sie genau im Organismus bewirken, ist durch die Wissenschaft immer noch nicht bewiesen. Jedoch zeigen die unten aufgeführten Reviews positive Effekte auf eine gesteigerte Beweglichkeit, eine Bereitschaft zu körperlicher Leistungsfähigkeit und eine reduzierte Regenerationszeit der Muskulatur.

  • Beweglichkeit: Foamrolling fördert eine kurzzeitige Verbesserung der Gelenksbeweglichkeit, die mit den Effekten von klassischen Dehnübungen vergleichbar sind.
  • Leistungsfähigkeit: Foamrolling beeinträchtigt im Vergleich zum klassischen Dehnen, nicht die Leistungsfähigkeit von unmittelbarer Aktivität nach dem Rollen. Was für mich persönlich ein großer Punkt ist, der für den Gebrauch von Faszienrollen spricht.
  • Erhohlung: Die Ergebnisse zeigten, dass Foamrolling nach hohen Belastungen die Dauer der Ermüdung von muskulären Strukturen, entscheidend verkürzen kann.

Beardsley, Skarabot 2015: Effects of self-myofascial release: A systematic review (=hohes Evidenz-Niveau), International Journal of Sports and Physio Therapy 2015 Apr; 10(2): 203–212.
Schroeder et al. 2015: Is Self Myofascial Release an Effective Preexercise and Recovery Strategy? A Literature Review. Current Sports Medicine Reports 14(3):2 00-208.
Cheatham et al. 2015:The effect of self-myofascial release using a foam roll or roller massager on joint range of motion, muscle recovery, and performance: A systematic review. International Journal of Sports and Physio Therapy 10(6): 827-38.

Neben den genannten Ergebnissen, stellt sich bei vielen Nutzern zusätzlich ein gesteigertes Wohlbefinden ein. Dieses ist jedoch rein subjektiv zu bewerten.
Genauso kennen wir die Personen, die alleine beim Gedanken an eine Rolle Schmerzen verspüren und in Schweiß ausbrechen.


Hier kommt nun die Vibration ins Spiel

Faszienrollen mit integriertem Vibrationsmotor werden seit ca. 2-3 Jahren auf dem Markt angeboten. Die ersten Modelle schoßen nach meiner Ansicht am Ziel vorbei, weil die Herzfrequenz dieser Vibration, deutlich zu hoch war. Das Resultat war mehr ein Zähneklappern als ein Gefühl des Wohlbefindens.
Heute wird die Vibration dosierter eingesetzt und hat somit auch den Mehrwert „in“ die Faszienrolle gebracht. Die gängigen Frequenzbereiche liegen aktuell bei 12 – 50 Hz.

Hauptziel der Vibration in diesem Fall ist eine Massage der Muskulatur und Gewebsstrukturen, welche zu einer höheren Zirkulation von Flüssigkeit führen soll.
Gleichzeitig hemmt Vibration das Schmerzempfinden. Ob diese Hemmung nun über die Aktivierung von Mechanorezeptoren (Gate Control System) funktioniert oder andere Mechanismen, konnte noch nicht hinreichend Wissenschaftlich bestätigt werden.

Eine der ersten Firmen die diese Technik nutze war Hyperice. Bis vor kurzem stellte Hyperice noch den Vibrationsmotor für einen bekannten deutschen Faszienproduzenten her. Nun macht Hyperice den Schritt zur eigens in Deutschland produzieren Rolle, mit einem überarbeiteten Vibrationsmotor.


VIPER 2.0

Die Viper 2.0 besitzt eine rein ökologisch produzierte Rolle, die sich aus zwei verschiedenen Oberflächenstrukturen zusammensetzt.
Der integrierte Hochleistungsmotor lässt sich per Knopfdruck in 3 verschiedenen Frequenzen bedienen. Low 28 Hz, Medium 32 Hz und High 40 Hz.
Der aufladbare Lithium Ionen Akku weißt bei voller Ladung eine Laufzeit von 2 Stunden auf.

Einer der Hauptentwickler der Viper 2.0 ist Dr. Mike Clark.
Dr. Clark ist einer der führenden Experten der Athletischen Performance und Sportmedizin in den USA. In Zusammenarbeit mit der The University of Chapel Hill of North Carolina führte er eine Studie mit Athleten in Bezug auf die Verbesserung der Dorsalflexion des Oberen Sprunggelenks durch. Verglichen wurden hier zwei Gruppen von jeweils 10 Athleten. Eine Gruppe arbeitete mit einem herkömmlichen Foamroller ohne Vibration und die zweite Gruppe nutze die VIPER 2.0.Die Ergebnisse zeigten in der Vibrations Gruppe eine Verbesserung von teilweise 40% mehr Dorsalflexion im Vergleich zur klassischen Foamroll Gruppe. Siehe Link: https://hyperice.com/assets/pdf/HYPE_VyperResearc...


Wie komme ich nun auf Flugverspätungen?

Erst gestern auf dem Flug von Berlin nach Düsseldorf versuchte eine Dame neben mir, ihre am Handgepäck befestigte Rolle in die Gepäckfächer über ihr zu stopfen.
Mit der Hilfe einer Flugbegleiterin und zwei Passagieren gelang dieses knifflige Unterfangen nach schlappen 10min.
Wer schon immer sein eigenes Produkt entwerfen wollte. Macht Euch über eine aufblasbare Faszienrolle Gedanken.

Abschließend bin ich der festen Überzeugung, dass Foamroller mit Vibration, dieses Thema auf ein neues Level bringen werden und sehr schnell überall zu sehen sein werden.

Euer Olli